Persönlichkeitsentwicklung to go – Können wir wirklich alles selber machen?

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Lieber Mensch,

der Bereich der Persönlichkeitsentwicklung ist in den letzten Jahren mit enorm ansteigendem Interesse gesegnet worden. Wir Menschen möchten mehr über uns selbst und unsere Innenwelt erfahren. Wir möchten, dass es uns gut geht! Ob Coaching, Beratung, Begleitung – jeder findet zu seinem persönlichen Thema eine Vielzahl von Angeboten, die der eigenen Entwicklung dienen dürfen. Doch wovon reden wir da eigentlich?

Eine überfällige Definition zur Persönlichkeitsentwicklung

Um Begrifflichkeiten wirklich fassen zu können, widme ich mich gern ihrem Ursprung. So wirst Du in meinen Beiträgen immer wieder mit der Wortherkunft von Begriffen in Kontakt kommen, um deren Bedeutung wirklich zu verstehen. Die eigene Persönlichkeit leitet sich aus dem Lateinischen von persona ab, was zu Deutsch „Maske“ bedeutet. Heutzutage finden wir den Begriff der Persona im Marketing wieder, um sich den idealen Kunden mit all seinen Facetten und Merkmalen als Zielgruppe vorzustellen. Die Psychologie definiert die Persönlichkeit als das Bild eines Menschen, das er von sich selbst hat. Lassen wir diese drei Fäden zusammenlaufen, erhalten wir eine eindrucksvolle Aussage:

Unter „Persönlichkeit“ versteht sich ein mit Eigenschaften und Fähigkeiten versehenes Selbstbild, das wir wie eine Maske tragen.

Wie wirken diese Worte auf Dich? Was ist Dein erster Eindruck?

Neutral gesehen erklärt die Aussage eine beeindruckende Leistung unseres Gehirns, die es seit Beginn eines jeden Lebens vollbringt. Es filtert in jeder Millisekunde die eintretenden Reize nach Relevanz. Wichtiges und sich Wiederholendes wird rausgepickt und gespeichert. So lernen wir in der Schule lesen und schreiben. So beherrschen wir die Sprache. Und so bauen wir auch unser Selbstbild. Anders als vielleicht vermutet, ist das Selbstbild in erster Linie ein von außen an uns herangetragenes Fremdbild. Denn der Startschuss für diese Kreation beginnt früh – schon mit dem Heranwachsen im Mutterleib. Wir sind zu 100% auf die Kommunikation und damit wichtige Rückmeldung unserer Bezugspersonen angewiesen. Alles – nochmal, ALLES – was uns direkt gesagt oder auch indirekt vermittelt wird, pflanzt sich tief in unser Unterbewusstsein ab und wir halten es fortan für die allumfassende Wahrheit über unser Sein und unseren Platz in der Welt.

Das Selbstbild entsteht in einer Zeit, in der wir nicht aktiv mitbestimmen können.

Mit Beginn der Trotzphase gehen wir langsam in den Abnabelungsprozess und erkunden die Welt immer mehr. Erst dann(!) werden wir uns unserem Selbst bewusst und brauchen dennoch einen starken Rückhalt. Die Rückmeldung der Eltern oder Bezugspersonen entscheidet einzig und allein darüber, wie wir uns in der Welt bewegen. Selbstbewusst und neugierig durch unterstützende Ermutigung, ein sicheres Gefühl von Geborgenheit und Schutz? Oder eher scheu und unsicher durch urteilende Zurechtweisung, unliebsamer Abkehr und Unsicherheit? Mehr als die eigene Natur des Menschen entscheidet in frühen Jahren die Zu- bzw. Abwendung der Bezugspersonen über die eigene Persönlichkeitsformung. Kein Wunder, dass sich viele Menschen davon ent-wickeln möchten. Auch wenn diese Kausalkette leider nicht sehr bekannt – und beliebt – ist.

Die eigene Persönlichkeitsentwicklung ist mehr als Potenzialentfaltung und Sinnsuche!

Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes Ent-wicklung – und Arbeit. Denn meist gibt es ja einen triftigen Grund, warum wir uns einer Sache widmen. Wir wollen zu etwas hin oder von etwas weg. Meist beides. Es herrscht ein Ungleichgewicht in uns, das sich in Unwohlsein und Unzufriedenheit äußert.  Der innere Druck möchte erforscht und behoben werden. Es treten innere Fragezeichen auf:

·        Warum komme ich bei einem Thema nicht weiter und laufe immer im Kreis?

·        Weshalb geht es mir nicht gut, obwohl eigentlich alles gut erscheint?

·        Wer bin ich und was mache ich eigentlich hier?

Das Gehirn sucht nach Antworten, sobald sich das System diese Fragen stellt. Mit System meine ich sowohl das Bewusstsein, das bereits aktiv reflektiert und sich den Umständen bewusst werden möchte. Zuvor schaltet sich aber meist erstmal das machtvolle Unterbewusstsein ein und zeigt immer mit kleinen Brandstiftungen – auftretenden Konflikte und sich wiederholenden Situationen –  dem Bewusstsein, dass es da etwas gibt, wo es hinzuschauen gilt. 

Wenn wir Zuwendung und Rückhalt in der Kindheit erfahren haben, fällt es uns auch an diesem Punkt eher leicht in die Ent-wicklung zu kommen. Meist liegt das erlernte Selbstbild von der wahren Natur hinter Maske nicht weit entfernt, da die Eltern und Bezugspersonen Freiraum und Verbundenheit gleichsam gefördert haben. Das stabile Selbstbewusstsein eines Menschen kann hier noch weiter verfeinert und von kleinen Macken – die jeder von uns mitbekommt – erlöst werden. Das ist wenig abschreckend und eher mit viel Neugierde und Spaß verbunden.

Je unsicherer und unverbundener die Kindertage waren, desto komplexer ist leider auch die Ent-wicklung aus diesem schweren Paket. Es bringt nichts, das schön zu reden. Das Selbstbild ähnelt mehr einem Schutzpanzer – geprägt mit Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die das eigene Überleben sichern sollten. Dies entspricht eher weniger den eigenen Gaben und Talenten, die dahinter verschütt gegangen sind. Und doch steckt in dieser Meisterleistung eine unbändige Kraft, die sich bis heute eben in dem fremden Selbstbild bündelt. Solltest Du – wie ich – diese Erfahrung gemacht haben, lass Dir sagen: 

Es ist möglich und machbar, sich aus Begrenzungen zu befreien!

In dem Dickicht an eingeflößtem Glauben, wer Du bist oder zu sein hast, steckt DEINE Kraft. Bisher ist sie in destruktivem Verhalten gefangen, das Dir jedoch in Deiner Kindheit gedient hat. Auch wenn es heute nicht mehr so ist, war es einst sehr wertvoll und hat ermöglicht, dass Du heute hier sitzt und diese Worte liest. Du hast einiges gerockt! Auch wenn es nun leicht gesagt ist: „Sei stolz auf Dich!“ Ich spare es mir in dem Wissen, wie schwierig auch das sein kann. Es ist ein kontinuierlicher Lernprozess, sich von dem alten Fremdbild zu lösen und das eigene Selbst zu erkunden. Doch es geht! Mit ihm entfalten sich mit der Zeit auch der berechtigte Stolz, die innere Freude und das Gefühl von wahrer Verbundenheit in Dir.

Und so wird aus der Erforschung der Persönlichkeit und der Entwicklung ein Paar, das sich nur mit Blick in die dunkle Vergangenheit in eine hellere Zukunft bewegen kann – für eine authentische und echte Verwandlung. Für ein echtes Selbstbild, das demaskiert und entwickelt einen neuen Namen verdient hat: 

DEINE WAHRE NATUR!

Die gewünschte Entfaltung des Potenzials und der Sinn des Lebens erfolgen dann wie von selbst. Eben aus Deinem Selbst heraus. Versprochen!

Für Deine eigene Reflektion:

Wer bist Du und was machst Du eigentlich hier?

Wie würdest Du Dein Selbstbild beschreiben? Würden Deine engsten Vertrauten dasselbe sagen?

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HANNAH KRAFT

Emotion & Entfaltung
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Als Trauma-erfahrene & psych. Beraterin und Coach begleite ich Dich gern durch Deinen inneren Schatten ins Licht.

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